Einig bei Flughafen und Karmann

Zur Stärkung des ländlichen Raumes und zur Abstimmung von Projekten, die Ausstrahlung über die Landesgrenze hinweg haben, wollen die niedersächsischen CDU-Landtagsabgeordneten aus dem Raum Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim und ihre nordrhein-westfälischen Kollegen aus dem Raum Münster und Steinfurt zusammen arbeiten. Ein Treffen fand diese Woche in Schüttorf statt.Artikel der Grafschafter Nachrichten vom 24.10.2007

mm Schüttorf. Erfreut zeigen sich die Unionspolitiker darüber das ab dem Fahrplanwechsel Ende 2008 die Schienenverbindung Amsterdam-Berlin über Bad Bentheim und Rheine wieder im Zwei-Stunden-Takt bedient wird. Einig sind sie sich darüber, dass der Bahnhof in Rheine dringend saniert werden muss. Die CDU-Landtagsabgeordnete Hannelore Brüning aus Neuenkirchen spricht klipp und klar von einem "miserablen Zustand" des Bahnhofs. Ihr Rheinenser Landtagskollege Josef Wilp spricht sogar von einem "Schandfleck".
Beim entsprechenden Einwirken auf die Deutsche Bundesbahn haben die niedersächsischen CDU-Landtagsabgeordneten nach den Worten von Heinz Rolfes (Lingen) ihre Unterstützung zugesagt. Der Abgeordnete Reinhold Hilbers (Lohne) betont: "Der Bahnhof in Rheine ist auch für die Grafschaft notwendig." Es gehe darum, die Bahnverbindungen im ländlichen Raum zu stärken.
Zusammen arbeiten wollen die CDU-Politiker beiderseits der Landesgrenze auch für die weitere Entwicklung des Flughafens Osnabrück-Emsland (FMO). "Wir hoffen, dass das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig die Klage abwendet und die Startbahn gebaut wird", erklärt Reinhold Coenen aus Ankum. Er hofft auf einen Baubeginn im nächsten Jahr. Auch der Flughafen sei wichtig für die Infrastruktur des ländlichen Raumes.
Ganz konkret und Grenz überschreitend wollen die Landtagsabgeordneten auch beim Bau von Straßen und Radwegen zusammen arbeiten. Dabei soll durch gegenseitige und vor allem rechtzeitige Abstimmung vermieden werden, dass Projekte an der Landesgrenze enden. Hierzu sollen die jeweiligen Straßenbauverwaltungen an einen Tisch geholt werden. Erstes Projekt ist der Bau eines Radweges an der Landesstraße 68 zwischen der Samtgemeinde Schüttorf und Wettringen.
Weiteres Thema der Landtagsabgeordneten ist der großflächige Einzelhandel. Einig sind sich die Unioonspolitiker darin, dass dieser nur in Oberzentren angesiedelt werden darf. "Die einzige Ausnahme in Niedersachsen ist Soltau-Fallingbostel", sagt Reinhold Coenen. Im nordrhein-westfälischen Mittelzentrum Ochtrup gibt es ein so genanntes Factory Outlet Center (FOC) in einer Größe von 3500 Quadratmeter, die Betreiber wollen es auf eine Größe von 11500 Quadratmeter ausbauen. Dagegen regt sich Widerstand und es ist eine Klage anhängig.
Nach den Worten von Reinhold Coenen solidarisieren sich die Unionspolitiker beiderseits der Landesgrenze "voll" mit der Belegschaft des Unternehmens Karmann. Die Unternehmensleitung hatte einen umfangreichen Stellenabbau an den Standorten Osnabrück (Niedersachsen) und Rheine (Nordrhein-Westfalen) angekündigt. Jetzt sei die Unternehmensführung gefordert. "Beide Standorte strahlen mit ihren Arbeitsplätzen in die jeweiligen anderen Länder", sagt Reinhold Hilbers.

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