Familienkonferenz des CDU-Bezirksverbandes Osnabrück-Emsland "Modellregion für Familienfreundlichkeit Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim"

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Der emsländische Landrat Hermann Bröring brachte es auf den Punkt: "Kinderlärm ist Zukunftsmusik." Bröring war am Samstag Teilnehmer der Familienkonferenz des CDU-Bezirksverbandes Osnabrück-Emsland, die unter dem Titel "Modellregion für Familienfreundlichkeit: Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim" im Gasthaus Schnieders in Wietmarschen-Lohne stattfand. In der Konferenz wurden zehn Leitsätze vorgestellt. Einen Überblick über die Aktivitäten der Stadt Osnabrück gab Wolfgang Griesert, Stadtbaurat und Umweltdezernent sowie CDU-Oberbürgermeisterkandidat. Er kündigte an, für alle Osnabrücker Familien ein so genanntes kommunales Weihnachtsgeld einzuführen. Das bedeutet, dass im Monat Dezember keine Gebühren für die Kindertagesstätten gezahlt werden müssen. Griesert: "Wir wollen ein Signal setzen. Kinder sind uns etwas wert."

Der Landrat des Landkreises Osnabrück, Manfred Hugo, verwies darauf, dass die Bevölkerung im Landkreis noch bis zum Jahr 2020 wachsen werde und der 22-prozentige Anteil der unter 18-Jährigen an der Gesamtbevölkerung überdurchschnittlich hoch sei (Bundesschnitt 18 Prozent). Trotzdem müsse jetzt gehandelt werden. Besonders wichtig sei es, junge Leute in der Region zu halten. In diesem Zusammenhang machte er auf das von Uni, FH und Handwerkskammer initiierte Unternehmensprojekt "New Wave – Ingenieure ins Handwerk" aufmerksam.
Nach den Worten von Landrat Hermann Bröring verspricht das Projekt "Familienzentrum" ein voller Erfolg zu werden. Wichtige Punkte sind Sonderöffnungszeiten für Kindertagesstätten und Ganztagsbetreuung mit Mittagessen. "Im Sommer nächsten Jahres sollen flächendeckend im Emsland Familienzentren eingerichtet sein." Mithilfe einer Stiftung wolle der Landkreis für familienfreundliche Maßnahmen in den Betrieben Sorge tragen. Die Wirtschaft habe finanzielle Unterstützung signalisiert. Voll unterstützt werde das Vorhaben von dem vor eineinhalb Jahren gegründeten Wirtschaftsverband Emsland.
Der Grafschafter Landrat Friedrich Kethorn verwies u.a. auf das neue Programm des Landkreises zur Einführung von Ganztagsbetreuung auch an Grundschulen. Nach Auffassung von Bröring ist es nur eine Frage der Zeit, bis überall an den Grundschulen der Region diese Betreuung angeboten wird.
Zum Schluss der Diskussionsrunde, die von der stellvertretenden CDU-Bezirksvorsitzenden Katrin Trost geleitet wurde, zeigte sich ihre Vorstandskollegin Maren Grautmann überrascht über die vielen Aktivitäten der Landkreise. CDU-Landtagsabgeordneter Reinhold Hilbers regte an, Maßnahmen zur Familienfreundlichkeit stärker zu vernetzen. So müsse es generell möglich sein, dass Eltern ihre Kinder nicht nur an ihrem Wohnort, sondern auch in der Kommune, in der sie beruflich tätig seien, in den Kindergarten schicken könnten.
Frau Grautmann warnte mit den Worten "Ein Land ohne Kinder ist ein Land ohne Zukunft" vor den dramatischen Folgen der Kinderlosigkeit. Die Konferenz teilte die Auffassung von Hugo, Bröring, Kethorn und Griesert, Kinder trotzdem nicht in erster Linie aus wirtschaftlichem und fiskalischem Blickwinkel zu sehen, sondern als Bereicherung zu empfinden.Foto von links nach rechts: Landrat Hermann Bröring, Wolfgang Griesert, Dr. Maren Grautmann, Heinz Rolfes, MdL, Katrin Trost, MdL, Landrat Manfred Hugo, Reinhold Hilbers, MdL, Landrat Friedrich Kethorn

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